Heute ist Launch-Tag. Es ist für mich wahrscheinlich einer der aufregendsten Tage, die ich bisher erlebt habe. Selbst vor meiner Hochzeit war ich nicht so aufgeregt. Die einzigen zwei Tage, an denen ich noch aufgeregter war, waren die Geburten meiner zwei Söhne. Aber gleich danach kommt auch schon dieser Launch-Tag.
Ich kann sagen, es ist für mich ein gewaltiger Schritt in eine Richtung, von der ich schon sehr lange träume. Ich habe zwar schon viele Schritte unternommen, aber ein solches Imposter-Syndrom – dieses Gefühl, ein Hochstapler zu sein – habe ich noch nie so intensiv erlebt wie mit diesem aktuellen Projekt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich noch nie so viel Zuversicht, Überzeugung und Zukunftsträchtigkeit in einem Projekt gesehen habe.
📍Von der Metallindustrie zum Computer
Wie sah mein bisheriger Weg aus? Ich komme aus einer sehr einfachen Familie mit geringem Bildungsgrad, ohne große Ersparnisse oder prestigeträchtige Berufe. Dementsprechend habe ich eine berufliche Laufbahn eingeschlagen, der ich mein halbes Leben lang gefolgt bin: Ich war Handwerker in der Metallindustrie.
Doch schon seit meiner Schulzeit, so weit ich mich erinnern kann, fand ich Computer unglaublich faszinierend. In meiner Freizeit habe ich mich fast ausschließlich auf die eine oder andere Weise mit PCs beschäftigt. Ziemlich bald nachdem ich den Computer spielerisch für mich entdeckt hatte, begann ich Ideen zu entwickeln, wie ich in der PC-Branche Geld verdienen könnte.
Aus irgendeinem Grund hatte ich nie die Motivation, mich offiziell weiterzubilden. Was mir stattdessen schon immer sehr lag, ist das autodidaktische Lernen. Ich habe diese Lernmethode für mich perfektioniert und lerne heute meistens audiovisuell über YouTube und ähnliche Plattformen. Über die Jahrzehnte habe ich mir auf diese Weise unheimlich viel beigebracht.
🔧Die ersten Versuche – und Rückschläge
In meinen Zwanzigern habe ich viel an der Börse mit Trading und Spekulationen experimentiert. Obwohl ich nur ein paar Tausend Euro Lehrgeld zahlte, war es eine äußerst interessante und lehrreiche Zeit.
Ich erinnere mich noch sehr plastisch an das Jahr 2013, als ich mich das erste Mal in das Online-Business gewagt habe. Damals gab es einen kleinen Hype um das Affiliate-Marketing. Ich baute mir mit WordPress eine Internetpräsenz auf, schrieb Berichte über Hightech-Artikel und sammelte passendes Bildmaterial. Das Ziel war es, Besucher über Affiliate-Links zu Produkten zu leiten.
Dazu kam es jedoch nicht. Nach etwa drei Monaten Arbeit stellte sich heraus, dass ich als absoluter Neuling die Sicherheit der Website vernachlässigt hatte. Ein Hackerangriff zerstörte das gesamte Projekt. Ich versuchte einen kompletten Tag lang alles Mögliche, bis ich schließlich einen Nervenzusammenbruch erlitt. Mir fehlten damals die nötige Geduld und das Durchhaltevermögen.
Das war eine sehr frustrierende Zeit. In dieser Phase entdeckte ich mein Interesse für Elektronik. Ich baute kleine Elektromotoren und entwickelte die Idee, kostenlosen Strom zur Verfügung zu stellen. Diese Experimente dauerten etwa drei Jahre an – bis ich mir schließlich einen Stromschlag versetzte. Das markierte das Ende dieses Kapitels.
Später kam ich auf die Idee, kunstvolle E-Zigaretten zu bauen. Es waren tatsächlich ein, zwei schöne Exemplare dabei. Doch an den Mann habe ich kein einziges Gerät gebracht. Mir wurde klar, dass ich mich in die falsche Richtung bewegte.
🎨Der Durchbruch: 18.000 T-Shirts
Vor acht Jahren entstand schließlich die Idee, mich ernsthaft im Online-Business zu versuchen. Basierend auf meiner Erfahrung mit dem PC lernte ich autodidaktisch Grafikdesign via YouTube. Damals wie heute gab es im deutschsprachigen Raum kaum qualitativ hochwertiges Videomaterial. Selbst auf dem amerikanischen Markt war gutes Lernmaterial spärlich – doch ich wurde schließlich fündig. Manche der lehrreichen Videos habe ich mir bis zu 25-mal angesehen.
Das Ergebnis: Auf Plattformen wie Amazon und Spreadshirt verkaufte ich über 18.000 T-Shirts mit mehr als 1.200 selbst entworfenen Designs.
Nach etwa vier Jahren war jedoch die Luft raus. In dieser Zeit habe ich quasi im Dreischichtbetrieb gearbeitet, auch an den Wochenenden, oft bis spät in die Nacht. Mein größter Antrieb war der Wunsch, aus dem „Hamsterrad“ auszubrechen. Trotz der harten Arbeit hat es mir die meiste Zeit über großen Spaß bereitet.
Parallel hat mich der Finanzmarkt immer wieder in seinen Bann gezogen. Ich bin ein sehr visueller Mensch und liebe Börsencharts seit den Anfängen meiner Börsenzeit. Ich habe wahrscheinlich zigtausende Stunden damit verbracht, sie zu studieren.
💡Die Wende: Meine Frau, Etsy und KI
Parallel dazu hat sich meine Ehefrau in ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt. Nachdem unsere Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, suchte sie nach neuen Herausforderungen. Sie kam auf die Idee, Dekorations- und Geschenkartikel zu entwerfen und zu verkaufen.
Als sie schließlich mit einem Plotter vor mir stand, wurde mir klar, wie ernst es ihr war. Ich beschloss, sie mit meinem Know-how aus der Print-on-Demand-Szene zu unterstützen – insbesondere in den Bereichen Grafikdesign und Suchmaschinenoptimierung. Ich empfahl ihr Etsy, was sich als eine beispiellose Erfolgsgeschichte herausstellte.
Dies geschah zu einer Zeit, in der auch die Künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung gewann. Zum Glück habe ich mich mit der KI-Entwicklung gleich von Anfang an intensiv befasst und bin mit ihr mitgewachsen. Die rasanten Fortschritte, die die KI heute macht, habe ich zum Teil beinahe spürbar auch selbst vollzogen.
Dabei habe ich recht schnell entdeckt, wie viel Programmierpotenzial eigentlich in einer KI steckt. Mit der KI hatte ich nun einen „Angestellten“, der zu Gewaltigem in der Lage ist, wenn man es schafft, ihn nach der eigenen Pfeife tanzen zu lassen.
🚀Die Geburt von GOFORUP
Zuerst entwickelte ich kleine Tools als Hilfestellungen für das Business meiner Frau. Dann entstand die Idee, eine eigene Internetpräsenz mithilfe der KI aufzubauen. So entstand bitcoinsfrontier.com – eine Seite, die heute noch online ist.
Dann kam die zündende Idee von meiner Frau. Sie erwähnte es nicht nur einmal, sondern sicher fünf, sechs oder sieben Mal, bis sie schließlich sagte:
„Wenn andere es können, wieso kannst du es nicht?“
Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Sie sagte das nicht in Bezug auf etwas völlig Abwegiges – sie sagte es in einem Bereich, in dem ich bereits Erfahrung gesammelt und Ziele erreicht hatte. Sie sah ein höheres Ziel, das ich ebenfalls erreichen könnte.
Dieser Satz ließ sämtliche Skepsis verfliegen und eine neue Reise begann. Es folgte die Planung und Errichtung von GOFORUP.de. Diese zweieinhalb Monate Entwicklungszeit sind im Nachhinein wie ein bezaubernder Film an mir vorbeigezogen. Es war eine intensive, lehrreiche und arbeitsreiche Zeit, die ich nie vergessen werde.
✨Ein Tool, das es so noch nicht gab
Ich freue mich sehr auf die Zukunft mit diesem Projekt und glaube fest daran, dass es enormes Potenzial hat. Es basiert auf ultramoderner Technik. Dabei habe ich nicht eine einzige Zeile Code allein geschrieben; ich war lediglich der Dirigent, der Orchestrator und der Dompteur meiner KI-Angestellten.
Zusammen als Team – mit meiner Frau und meinen wunderbaren Testerinnen – haben wir ein Keyword-Recherche-Tool für Handmade-Verkäufer auf Etsy, Amazon & Co. erschaffen, das es so auf dem deutschen Markt noch nicht gibt. Diese Qualität und diesen frischen Wind muss man einfach selbst erlebt haben.
Das ist meine kleine Geschichte vom Underdog, der in die Webentwicklung eingestiegen ist und dort seine neue Erfüllung gefunden hat.


